Im Portrait: Der MSC Arnstorf e.V. – Freude am Kartsport

Im Portrait: Der MSC Arnstorf e.V. – Freude am Kartsport

Auf dem Betriebsgelände der Firma Stegmüller in Arnstorf tut sich was an diesem Samstag im Spätherbst: Die Jugend des MSC Arnstorf verteilt eifrig Pylonen, um einen Parcours festzulegen. Die beiden Slalom-Karts stehen bereit, die Erwachsenen überprüfen nochmal, ob alles passt. Dann geht’s los: Luca Schwarz und Elias Weindl setzen die Helme auf, die Motoren werden gestartet und einer nach dem anderen saust mit 6,5 PS zwischen den Pylonen hindurch…

Manuel Bellmann beobachtet das Ganze von den Parkplätzen aus – genauso wie die weiteren Betreuer und Eltern der Kinder. Manche haben sich Kaffee in Thermoskannen mitgenommen, andere Campingklappstühle. Manuel ist zweiter Vorstand des MSC, ist selbst von acht bis 18 Jahren Kart gefahren, hat danach den Trainerschein gemacht. Zum heutigen Geschehen sagt er: „Ein Parcours schaut nie gleich aus. Trainiert wird bei uns je nach Witterung ab Ende März bis mindestens Mitte Oktober.“ Dieses Datum ist heuer längst überschritten, die Sonne scheint  und es ist mild.

Seit 1971 gibt es den MSC Arnstorf, wie Manuel erzählt. Gras- und Sandbahnrennen wurden bis Mitte der 90er Jahre gefahren,  außerdem war der Verein noch mit Autoslalom, Skijöring und Bergrennen aktiv. Mittlerweile konzentriert sich alles auf Jugendkartslalom, womit Anfang der 90er Jahre begonnen wurde. Zwei Karts besitzt der Verein, das Startgeld von 8,50 Euro ist für die Eltern erschwinglich. Spaß soll das Ganze machen, Profisport ist nicht das primäre Ziel. Die Erwachsenen haben auch gut zu tun: Die Karts warten und reparieren, Streckenposten stellen, auch bei Rennen anderer Motorsportveranstaltungen. Hin und wieder unternimmt man einen gemeinsamen Ausflug, ansonsten betreut man die Trainings und Wertungsläufe der Kinder. Aktuell sind 150 Mitglieder im Verein, auch durch Corona bedingt werden es eher weniger.

 

Absolut vorhanden: Das grüne Gewissen

Manuel bedauert das freilich und erinnert sich an seine aktive Zeit: „Damals haben meine Eltern mitgekriegt, dass es den MSC gibt und wir haben gemeinsam ein Turnier angeschaut. Mein Papa, mein Bruder und ich waren gleich Feuer und Flamme und so bin ich gefahren und sogar einmal niederbayerischer Meister geworden. Bei der Bayerischen Meisterschaft hab ich immerhin den 5. Platz belegt.“ Später ist Manuel beim KC Eggenfelden gelandet, ist dort Autoslalom gefahren, hat sämtliche Meisterschaften mitgemacht.

Inzwischen plagt ihn sein „grünes Gewissen“, wie er zugibt: „Beim Autoslalom wird schon viel rausgeblasen – vor allem bei der An- und Abreise der Veranstaltungen.“ Jugendkartslalom findet er vertretbar, fünf Liter Sprit gehen für ein Training wie heute mit den zwei Karts drauf, bei Turnieren etwa 15 Liter. Und er fügt hinzu: „Die CO2-Bilanz wird von unserem Hauptsponsor Mayer-Korduletsch mit CO2-Zertifikaten ausgeglichen. Auch der ADAC nimmt Nachhaltigkeit und Klimaschutz wichtig.“ Manuel findet beide Aspekte wichtig: Es muss dringend was für die Umwelt getan werden – aber auch Kindern muss was geboten werden.

Darum engagiert er sich gern im Ehrenamt, ist zwar mittlerweile selbst kein Trainer mehr, auch wenn er nach wie vor oft dabei ist und sich für seinen Verein einsetzt. Gemeinsam mit dem ersten Vorstand Josef Sicheneder kümmert er sich um alle Belange des MSC – „auch um ziemlich viel Papierkram“, wie er sagt. Beim Mittelalterfest wirkt der Verein mittlerweile nicht mehr mit – Personalmangel. So wünscht sich der Verein für die Zukunft interessierten Nachwuchs. Für die Zukunft investiert der MSC in jedem Fall: Bestellt sind zwei neue Karts, wie Manuel verrät…